Outing – mit Aussitzer

Habe wirklich lange überlegt ob ich diesen Artikel schreiben soll, aber ich möchte wirklich ich und authentisch sein.

Ich praktiziere und unterrichte Yoga seit mehreren Jahren und meditiere tägl. eine halbe Std., dennoch gibt es immer mal wieder Momente, Stunde oder sogar Tage an denen ich eine unendlich Tiefe zu fallen scheine und Ansätze von Depris habe. Jetzt habe ich ja vielleicht den Vorteil, das ich einige Techniken oder einfach Wissen habe dem Dilema mit mehr Gelassenheit zu begegnen als andere, die sich mit der Materie/Spiri Yoga und dem anhängenden Lehren nicht so auskennen. Eine der ersten Fragen die mich in solchen Momenten oder länger einholen sind

Hast du denn in all den Jahren nichts nachhaltiges gelernt um solchen Löchern auszuweichen?

Hab ich mit meinen Praktiken gar versagt oder mache ich vieles falsch?

Und bla bla bla, was einem in solchen Momenten der Kopf mit seinem ganzen beinhaltenden Schrott noch so alles einflößen möchte. Jetzt las ich mich auch noch niedertrampeln von meinen eigenen Gedanken, super, als ob es mir damit besser ginge.

Schließlich kann ich mich dann am Schlawitchen packen, mal kräftig schütteln, bis ich realisiere  –  und was ist jetzt real, der bescheidene Zustand den ich gerade durchmache, die Gedanken von denen ich mich zutexten lasse, das ganze Konstrukt oder vielleicht gar nichts.

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Noch größeres Fragezeichen.

Es kommt der Moment der Erkenntnis, ich akzeptiere es jetzt einfach und sitze es aus, denn ich weiß es geht mit Sicherheit vorbei.

Da ich auch praktizierende vedische Astrologin bin, weiß ich natürlich, das es bei jedem Menschen anders aussieht und der eine vom Grundnaturell mit solchen miesen Intermezzos anders und einfacher umgeht als ein anderer. Bei jedem ist dies anders angelegt. Dennoch erwische ich mich dabei und Frage mich hört das denn nicht irgendwann mal auf? Rückblickend wird mir dann klar, he das war schon mal viel schlimmer, es hat sich erheblich gebessert und darum bin ich wirklich dankbar. Natürlich habe ich das für den Zustand vergessen, na namaste, das es mir jetzt wieder einfällt. Damit geht es mir schon wieder etwas besser.

Interessant ist ja auch, das in solchen Zeiten, das Außen mir immer sofort auf dem Silbertablett präsentiert, das etwas nicht in Ordnung ist, denn dann läuft´s da auch nicht wie am Schnürchen sondern eher wie beim Hindernislauf.

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Falls es meine Zeit zulässt zieh ich mich zurück lese viel, was mich von diesem ….. gerade ablenkt und weiß, es kann nur noch besser werden.

Die andere Frage die mich noch beschäftigt in diesem Zusammenhang, all die Artikel von anderen Yogalehrerinnen/Yogalehrern und die die sich auf einem bestimmten Weg befinden, da hört man nie, das sie so was wie einen Rückfall haben, mal eine Auszeit brauchen, weil der Geist ihnen ein Schnäppchen schlägt oder weil das Üben der Praktiken sich gerade nicht nach Wunsch umsetzen lässt. Sollten sie wirklich alle vor diesen Anfällen gewahrt bleiben, dann sollte ich mir vielleicht andere Praktiken und Übungen zulegen.

Frei nach dem Motto:

Wenn die Dinge nicht so laufen, wie du es dir vorstellst, dann stell dir etwas anderes vor.

Fazit, für alle da draußen, die sich auch auf den Yogaweg begeben haben und hin und wieder mal Rückschläge erleben, last den Kopf nicht hängen. Aufstehen Krönchen richten und weitergehen.

Nur wer dabei bleibt und weiter macht kann Besserung erleben. Zudem würde ich mich freuen, wenn es da draußen noch andere Yogapraktizierende und Yogaunterrichtende gibt, die solche realen oder unrealen Begebenheiten mit/durchleben  und dazu auch stehen.

So, meine drei Tage sind jetzt vorbei, ich fühle mich wieder frisch und voll motiviert, dem Leben mit all seinen Wundern zu begegnen.

 

Eure Mahadevi Owen

 

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Ein Gedanke zu “Outing – mit Aussitzer

  1. Yvonne schreibt:

    Liebe Mahadevi,
    vielen, vielen lieben Dank für diesen Blogeintrag, der mir so etwas von aus der Seele spricht 🙂
    Gerade habe ich mal wieder eines meiner Tiefs, an dem mein Geist bzw. mein Ego meint, sie sind die Grössten…
    Aber das Schöne ist, es geht wieder vorbei und immer wenn so eine Zeit kommt, habe ich etwas Neues dazu gelernt, auch wenn ich manchmal denke, daß ich ewig nur Rückschritte mache.
    Also – weiter geht es!!!

    Lieben Gruss
    Yvonne

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